© Chris Grodotzki / Greenpeace

Wie gefährlich ist Quecksilber?

Kohlekraftwerke gehören zu den schlimmsten Quellen giftiger Luftschadstoffe. Einer der gefährlichsten: Quecksilber. Giftige Dämpfe des Schwermetalls werden vor allem von Braunkohlekraftwerken ausgestoßen, die für allein rund 50% der deutschen Quecksilber-Emissionen verantwortlich sind. Zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen der letzten Jahre weisen nach, dass bereits geringe Mengen Methylquecksilber die geistige Entwicklung von Kindern beeinträchtigen.

Quecksilber: Gift fürs Gehirn. Die gesundheitlichen Folgen der Kohleverstromung. (PDF, 2 MB)

Greenpeace-Kampagne "Kohle ist giftig"

Das wahre Gesicht von Kohlestrom

Kohle ist giftig – mit dieser Botschaft möchte Greenpeace auf die unbekannten Gefahren der Kohlestromproduktion aufmerksam machen. Die Botschaft soll schnell ins Auge stechen und lange im Kopf bleiben. Deshalb entwickelte Scholz & Volkmer für Greenpeace ein selbsterklärendes wie einprägsames Kampagnen-Signet, das schließlich auf verschiedensten Kanälen und bei zahlreichen Aktionen für Aufsehen sorgte.

Atemwegserkrankungen, Herzinfarkte, Lungenkrebs oder Asthmaanfälle – jährlich sterben bis zu 3100 Menschen an den Folgen der Kohleverstromung. Dabei sind es neben anderen Schadstoffen in erster Linie Quecksilberverbindungen, die zu einer erhöhten Feinstaubbelastung in der unmittelbaren, aber auch weiteren Umgebung der Kohlekraftwerke beitragen. 

Kohlestrom wird wieder beliebter.

Die Bundesregierung unterschätzt diese Gefahren oder spielt sie klein, die Bevölkerung wird im Unklaren gelassen. Greenpeace sieht die Entwicklung kritisch, denn um auf ein Ende der Kohleverstromung einzuwirken ist die Meinung der Bevölkerung entscheidend.

Inzwischen wird das Logo von Greenpeace international eingesetzt und machte u.a. auch auf der Klimakonferenz in Paris, in Japan und Südamerika deutlich: Kohle ist giftig! Ein Erklärfilm, sowie ein Spot zum Thema folgten.

Inzwischen wird das Logo von Greenpeace international eingesetzt und machte u.a. auch auf der Klimakonferenz in Paris, in Japan und Südamerika deutlich: Kohle ist giftig! Ein Erklärfilm, sowie ein Spot zum Thema folgten.

Ein Bild sagt mehr als tausend Studien

Um überhaupt Aufmerksamkeit für dieses Thema zu bekommen, können Bilder entscheidend helfen. Deswegen entwickelte Scholz & Volkmer ein Key-Visual, das diesen Protest anführt: auf einen Blick zeigt es die Verbindung zwischen Kohlekraft und Tod, unterlegt von dem deutlichen Claim „Kohle ist giftig.“ 

Das Visual wurde zunächst konzipiert, um auf Demonstrationen, Projektionen, Transparenten, aber auch auf der Webseite und in Social Media ein deutliches Zeichen gegen Kohlekraft zu setzen. Hier entwickelte Scholz & Volkmer auch Vorlagen für Sticker, Poster, Projektionen auf Kühltürmen von Kohlekraftwerken, Street Tattoos und vieles mehr. Später griffen einzelne unabhängige Kohlekraftgegner das Motiv auf, interpretierten es auf eigene Weise und schufen sich so ihre eigene Kampagne.

Mehr Informationen zur Kampagne

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